
Angus Beef aus den Bergen
Hoch über Pfäfers, in den Bündner Bergen, züchten die Kohlers Black Angus Rinder – langsam, artgerecht und im Einklang mit der Natur. Das Ergebnis: Fleisch, das den Geschmack der Berge direkt auf den Teller bringt.

Vom Hof in die Küche
Hoch über der Bündner Herrschaft, in der kleinen Gemeinde Pfäfers, erzählt der Bergangus Betrieb der Familie Kohler eine besondere Geschichte von Bodenständigkeit, Herz und Naturverbundenheit. Corina und Andreas führen gemeinsam mit ihren Kindern Rino, Lia und Jana sowie Grossmami Maria den Hof – ein Ort, an dem Landwirtschaft, Natur und regionaler Genuss Hand in Hand gehen. Hier entsteht weit mehr als Fleisch. Ein Stück Heimat, ein Stück Nachhaltigkeit und ein unverfälschtes Stück Natur – das man auf jedem Teller schmeckt. Schon beim Betreten des Hofes spürt man die Ruhe der Berge, die klare Luft und die besondere Stimmung, die jeden Schritt begleitet. Hier fühlt man sofort die Harmonie von Mensch, Tier und Natur.
Artgerechte Haltung
Der Name Bergangus ist Programm: Angus-Rinder, die in den Bergen geboren werden und dort ihr Leben verbringen – gesund, artgerecht und in aller Ruhe. 2011 stellte Andreas Kohler den Betrieb von Milchvieh auf Mutterkuhhaltung um. Heute grasen rund 30 Mutterkühe mit ebenso vielen Kälbern auf saftigen Wiesen. Dazu kommen weitere Tiere, die behutsam heranwachsen. Die Rinder leben in kleinen Herden, können sich frei bewegen und nehmen sich Zeit, das natürliche Futter vollständig zu verdauen. Gefüttert wird ausschliesslich mit Heu, frischem Gras und Grassilage von den eigenen Wiesen. So bleibt die Haltung im Einklang mit dem Jahresrhythmus der Natur. Diese Sorgfalt spiegelt sich im Fleisch wider: robust, gesund und intensiv im Geschmack. Wer Bergangus probiert, schmeckt nicht nur Fleisch – er schmeckt die Berge, die frische Luft und die Zeit, die jedes Tier hatte, um in Ruhe zu wachsen. Jeder Bissen erzählt die Geschichte der Berge.

Alpaufenthalt und Jahresrhythmus
Von Juni bis September ziehen die Rinder auf die Hochalp im Calfreisental, mitten im UNESCO-Welterbe Sardona. Auf saftigen Alpwiesen fressen sie alpine Kräuter, bewegen sich frei und geniessen die klare Bergluft. Ein erfahrenes Hirten-Team begleitet sie täglich, sorgt für frisches Futter und achtet auf ihr Wohlbefinden. Die Familie Kohler schaut regelmässig vorbei. Diese Alpzeit ist entscheidend: Sie stärkt die Rinder, macht das Fleisch besonders zart und aromatisch und vertieft zugleich die Verbindung der Familie zur Natur und zu ihren Traditionen. Die Berge prägen nicht nur das Fleisch, sondern auch den Charakter der Tiere.
Leben mit den Tieren
Der Alltag auf dem Hof der Familie Kohler ist geprägt von Nähe zu den Tieren und einem festen Rhythmus, den die Natur vorgibt. Die Mutterkuhhaltung steht dabei im Zentrum: Die Kälber wachsen bei ihren Müttern auf, bleiben Teil der Herde und entwickeln sich in einem ruhigen, natürlichen Umfeld. Diese Form der Haltung verlangt Aufmerksamkeit, Geduld und ein feines Gespür für jedes einzelne Tier. Corina Kohler kümmert sich mit Leidenschaft um die Direktvermarktung der Produkte und ist zugleich die treibende Kraft im Stall. Besonders gerne verbringt sie Zeit bei den Tieren, beobachtet ihr Verhalten, pflegt die Kälber und sorgt dafür, dass es allen gut geht. Diese enge Verbindung schafft Vertrauen und eine persönliche Beziehung zu jeder Kuh – man kennt ihre Eigenheiten und ihren Charakter. Die Verantwortung für das Wohl der Tiere prägt den gesamten Betrieb. Sie zeigt sich im respektvollen Umgang mit den Rindern ebenso wie in der Sorgfalt, mit der gearbeitet wird. So entsteht eine Landwirtschaft, die nicht auf Schnelligkeit ausgerichtet ist, sondern auf Vertrauen, Erfahrung und ein bewusstes Miteinander zwischen Mensch, Tier und Natur. Hier zählt Qualität statt Quantität – ein Prinzip, das man im Geschmack erkennt.

Fleisch aus dem Alltag
Herzhaft, bodenständig und alltagstauglich: Die Bergangus‑Hacktätschli von Corina Kohler aus Pfäfers (SRF-TV-Serie Landfrauenküche) sind das Lieblingsmenü ihrer Kinder und ideal für den Familienbrunch.

