Quinoa – das glutenfreie Pseudogetreide

Quinoa ist eine pflanzliche Kultur aus Südamerika und gehört botanisch nicht zu den Getreiden. Die kleinen Körner sind glutenfrei und gelten als besonders nährstoffreich. Deshalb wird Quinoa heute weltweit als Alternative zu Reis oder Getreide verwendet.

Was ist Quinoa?

Quinoa stammt ursprünglich aus den Anden in Südamerika und war dort über Jahrhunderte ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Besonders in Höhenlagen über 4000 Metern wurde es angebaut, wo andere Kulturpflanzen wie Mais nicht mehr wachsen.

Die Bezeichnung «Quinoa» stammt aus der Sprache Quechua und bedeutet sinngemäss «Mutterkorn» oder «Hauptnahrungsquelle».


Quinoa-Pflanze in Nahaufnahme auf einem Feld.

Quinoa in der Schweiz

Auch in der Schweiz wird Quinoa zunehmend angebaut. Verschiedene Landwirtschaftsbetriebe arbeiten mit Organisationen wie Biofarm oder IP-Suisse zusammen.

Der Anbau gilt jedoch als anspruchsvoll, da Klima, Boden und Wetterbedingungen stark über den Ertrag entscheiden. Quinoa bleibt deshalb eine sogenannte Risikokultur.

Wie wächst Quinoa?

Quinoa ist kein klassisches Getreide, sondern ein sogenanntes Pseudogetreide. Die Pflanze gehört botanisch zu einer anderen Familie und bildet stärkehaltige Samen aus.

Sie ist zwar relativ robust, reagiert aber empfindlich auf:

  • Unkrautdruck
  • Wetterextreme
  • ungleichmässige Reifung
Unreife, grüne Quinoa-Pflanze in Nahaufnahme.

Quinoa-Anbau: Chancen und Herausforderungen

Der Anbau von Quinoa ist anspruchsvoll:

  • ungleichmässige Reifung der Körner
  • empfindlich bei Spätverunkrautung
  • teils hoher Pflegeaufwand
  • Trocknung nach der Ernte notwendig

Dadurch ist der Anbau wirtschaftlich nicht immer einfach.

Wo wird Quinoa angebaut?

Heute wird Quinoa nicht nur in Südamerika, sondern auch in Europa und Nordamerika angebaut. Die Hauptproduktionsländer liegen weiterhin in den Andenregionen.


Brauner und weisser Quinoa in einer kleinen Schüssel.

Warum Quinoa so beliebt ist

Quinoa wurde in den 1990er Jahren weltweit bekannt, unter anderem nachdem die NASA es als Nahrungsmittel für Weltraummissionen untersuchte.

Es enthält:

  • viele Proteine
  • essenzielle Aminosäuren
  • ist glutenfrei

Quinoa in der Küche

Das Scheingetreide bietet vielseitige Verwendungsmöglichkeiten:

  • Kochen in Salzwasser (ca. 15 Minuten) als Risotto, für Salate usw.
  • Mahlen und damit backen (in Mischung mit Weizen-, Reismehl o.ä. aufgrund der fehlenden Gluten)
  • Anstatt Quinoa zu mahlen kann man es auch sehr weichkochen (25min) und anschliessend anstatt Mehl für Teige verwenden, zum Beispiel für Omeletten
  • In Milch kochen und süss als Milchquinoa essen
  • Die Körner kann man keimen für Salate
  • Körner puffen wie Popcorn
  • Geröstet in der Pfanne erhält es einen intensiveren Geschmack
Weisser Quinoa mit Gemüse in einer weissen Schüssel angerichtet, daneben Gabel und Messer.

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